Die meisten Grafikdesigner ignorieren den Grundgedanken von HTML
Was ist HTML überhaupt? HTML ist eine Auszeichnungssprache. Das bedeutet: Der Webautor setzt Tags (Markierungen). Der Browser interpretiert diese Tags und stellt sie optisch auf dem Bildschirm dar: Überschriften, Absätze, Tabellen, Listen, usw.
Die meisten Multimedia-/Werbe-Agenturen interessieren sich nicht für technische Standards. Ihrer Meinung nach muss vor allem das Layout überzeugen. Dem Kunde wird verschwiegen, dass dadurch oft eine Menge von Usern von den Inhalten der Seiten ausgeschlossen werden.
Ein Beispiel:
heise online (Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG) hat die Internetseiten von Gerhard Schröder und Edmund Stoiber
verglichen. Das vernichtende Urteil: Nach "internet-spezifischen Kriterien" sind sowohl die Website des Bundeskanzlers als auch die des Herausforderers grottenschlecht und missachten die meisten Standards, die für einen professionellen Internetauftritt beachtet werden müssen.
Die gleichen Internetseiten der beiden Politiker wurden auch von der großen Frankfurter Multimedia-Agentur
NEUE DIGITALE verglichen. Ein dort angestellter "Experte"
bilanziert: "Insgesamt sind beide Online-Auftritte professionell gemacht [...] zwar schneidet die Website des Amtsinhabers in unserer Testbilanz etwas besser ab, aber auch den Machern von stoiber.de kann man keine gravierenden Mängel vorwerfen."
So sind diese Seiten die besten Beweise dafür, dass sich solche "Multimedia-Experten" irren, so auch das Fazit von heise online: "Wenn Blinde Einäugige bewerten oder umgekehrt, ist das Ergebnis selten aussagekräftig. Die Wunsch-Website einer Werbeagentur ist DAU-kompatibel, sonst nichts. Webdesigner haben bekanntlich zur Sicherheit im Netz und zu korrektem HTML ein Verhältnis wie Klaus Störtebeker1 zum Handelsrecht."
1 (Pirat, um 1400)
Es ist ganz klar: Die Inhalte der Internetseiten müssen für alle zugänglich sein. Sehr viele Internetseiten, deren Inhalte nicht für alle erreichbar sind, sind mit der Programmiersprache
JavaScript erstellt. Was hat JavaScript mit der Zugänglichkeit zu tun? Mit JavaScript, Java und ActiveX können aktive Inhalte erstellt werden. So können Angreifer beispielsweise
Nutzerkennung mit Passwörtern oder auch lokal gespeicherte Daten von privaten und kommerziellen Internetnutzern ausspionieren, nur durch das Besuchen deren Webseiten ohne dass man davon etwas mitbekommt. Aufgrund dessen deaktivieren große Firmen JavaScript direkt über ihre Firewall, der "Otto Normalverbraucher", weil er die Popup-Werbefenster satt hat, die zu einem großen Teil auf diese Technik basieren. Verdeutlicht wird dies durch das
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das vor dem
Einsatz von JavaScript deutlich warnt.
Lesen Sie dazu: Dialer-Mafia: 50.000 Internetnutzer aufs Kreuz gelegt. lesen
Dass auch die Webseite von Gerhard Schröder auf eine Technik basiert, vor der sogar das BSI warnt, ist schlicht und einfach nur grotesk. Das haben inzwischen auch Gerhard Schröder und Edmund Stoiber begriffen. So sind die Inhalte der Seite von Gerhard Schröder inzwischen immerhin als alternative Textversion verfügbar. Das muss nicht sein wenn einfache Standards eingehalten werden!
Nur in den seltensten Fällen ist Java Script nötig, z.B. bei Währungsumrechnungen.
Ich erstelle nur Internetseiten, deren Inhalte mit allen (Text-)Browser zugänglich sind. Dabei verwende ich zu 100% einheitliche Technologien (Richtlinien, Software und Tools), die den Spezifikationen des
World Wide Web Consortium (W3C) entsprechen.
Das heißt konkret: Egal ob Ihre Seiten mit einem kleinen 15-Zoll oder mit einem 24-Zoll Monitor, egal mit welchem Browser (z.B. auch Textbrowser unter Linux) oder einem kleinem Handgerät betrachtet werden: Sie sind voll zugänglich und die Inhalte passen sich jeder Display- oder Monitorgröße automatisch an - Sie müssen ihrem Kunden keine zusätzliche Text- oder PDA-Version Ihrer Internetseite anbieten!
Lesen Sie mehr zum Thema Benutzerfreundlichkeit.
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